Kulturelle Informationen

Serbische Holzkirchen
aus dem 18. und 19. Jh.


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Folgende Holzkirchen aus dem 18. und 19. Jh. werden hier auf einer eigenen Seite vorgestellt:
Dobroselica Holzkirche aus dem 19. Jahrhundert
  Mokra Gora Holzkirche aus dem 20. Jahrhundert
  Mecavnik Holzkirche aus dem 20. Jahrhundert
Seit dem Mittelalter gibt es in Serbien eine Tradition, Gotteshäuser aus Holz zu bauen.
Erste schriftliche Erwähnungen datieren die ältesten Holzkirchen noch in das 11. Jh. Diese sind aber nicht erhalten und man weiß nicht, wie sie ausgesehen haben. Die älteste erhaltene Holzkirche datiert aus dem 16. Jh. und befindet sich in Gorazdevac im Kosovo. Holzkirchen wurden vorwiegend in ländlichen Gegenden gebaut.
Um diese Kirchen herum sammelten sich häufig Aufständische, um ihre Pläne gegen die Türken zu beraten. Aus diesem Grund wurden sie von den Türken als eine Art serbischer Stützpunkte, aber auch als Hindernis bei der Islamisierung der Bevökerung angesehen und daher vielfach zersört. Auch häufige Bevölkerungsmigrationen infolge der Repressalien führten zum Verfall dieser Holzbauten.
Man kann daher heutzutage nur noch über die zwischen dem 17. und dem 19. Jh. entstandenen Kirchen reden. Als unter dem Fürsten Milos Mitte des 19. Jh. eine große Erneuerung der Kirchenbauten einsetzte, wurden auch die Holzkirchen davon erfaßt. Dabei wurden auch neue gebaut, einige sogar mit Glockentürmen. Dies war in der Periode davor nicht erlaubt, da die Kirchen möglichst unauffällig bleiben sollten.
Ihrer Form nach haben sich zwei Typen der Holzkirchen entwickelt. Die in Westserbien lehnen sich an das einfache Holzhaus des sog. Dinara­Typus an. In Ostserbien ahmen sie den Stil des Morava­Hauses nach. Die Dichte der erhaltenen Kirchen ist in Westserbien wesentlich größer. Insgesamt sind bis zur heutigen Zeit ca. 45 Holzkirchen erhalten geblieben
Diese Kirchen sind das Werk meist anonymer Handwerker bzw. Bauherren. Nur selten finden sich Angaben zu Stifter, Entstehungszeit oder Maler, meist eingeritzt an den Türen oder Ikonen.
Die politischen und sozialen Umstände unter denen sie gebaut wurden sowie das Umfeld, in dem sie entstanden, bildeten keine Grundlage für hohe künstlerische Leistungen bei der Verziehrung des Baues mit Schnitzereien oder der Ikonenmalerei. Dennoch sollte man die bedeutendsten Künstler erwähnen, deren Namen mit ihren Werken überliefert wurden.
Es sind dies die Ikonenmaler Andrija Raicevic (17. Jh.), Simeon Lazovic (18. Jh.), Stanoje Popovic (18. Jh.), Hadzi-Ruvim, bzw. sein Künstlerkreis (18. Jh.), Janja Moler (19. Jh.) und Nikola Apostolovic (19. Jh.).
 
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