Kulturelle Informationen

Steinzeitliche
Ausgrabungsstätten
in Serbien


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Folgende steinzeitliche Ausgrabungsstätten werden hier auf einer eigenen Seite vorgestellt:
Lepenski Vir Eine Siedlung aus dem Mesolithikum und Neolithikum
  Vinca Eine Siedlung aus dem Neolithikum   mit Fotogalerie
Allgemeine Charakteristika der Zeit
In den Höhlen im Donau-Hinterland, aber auch südlicher in den Gebirgen Serbiens, ist menschliches Leben schon gegen Ende des jüngeren Paläolithikums bezeugt.
Nach der Beendigung der letzten Eiszeit, als die Menschen ihre Höhlen verließen, hat sich das Leben besonders intensiv in der Donauschlucht entwickelt.
Die erste Hochkultur, die sich hier entfalten konnte, war die mesolithische Lepenski Vir-Kultur (ca. 7.-6. Millennium), so benannt nach dem Fundort. Es war eine Kultur der Fischfänger und Jäger, die vor allem aufgrund der Erschaffung der ersten europäischen Monumentalskulptur eine herausragende Stelle unter den Frühkulturen Europas einnimmt.
Im älteren Neolithikum wird der Übergang zu Ackerbau und Viehzucht vollzogen. Die Träger dieser neuen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen werden, nach dem gleichnamigen Fundort, der Starcevo-Kultur (ca. 5500-4500) zugeordnet.
Diese ist aber nicht auf den Donauraum beschränkt. Wie die Ausgrabungen der letzten vierzig Jahre in Kosovo zeigten, war diese Kultur dort mit zahlreichen Siedlungen vertreten, deren Freilegung reiche Funde lieferte.
Im jüngeren Neolithikum entwickelte sich eine weitere Hochkultur, die ebenfalls nach dem Fundort benannt wurde - die Vinca-Kultur (ca. 4500-3200). Mit vielen regionalen Varianten umfaßte diese Kultur für damalige Zeiten ein sehr großes Gebiet. Sie erstreckte sich von Ostbosnien über Serbien und Rumänien bis Bulgarien und Makedonien. In Serbien sind Lokalitäten der Vinca-Kultur an der Donau sehr rar; man findet sie eher im Inneren des Landes und insbesondere in Kosovo und Metohija, wo sie häufig Einflüsse der Kulturen von Küstengebieten der Adria aufweist.
In der späten Phase der Vinca-Kultur erschienen an der Donau nomadische Stämme aus dem Gebiet des Schwarzen Meeres, deren Wirtschaft auf der Metallbearbeitung beruhte, und die zum Erlöschen der Vinca-Kultur in diesen Gebieten führten.
Eine relativ große Anzahl von Siedlungen dieser neuen Donaubewohner wurde entdeckt, aber noch nicht genügend erforscht.
Fest steht, daß dieses Gebiet bis zur Erscheinung der bronzezeitlichen Hochkulturen hinter den kulturellen Entwicklungen der Mittel- und Jungsteinzeit zurückblieb.
 
Für einen Überblick über die Entwicklung und die
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