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Römische und
frühbyzantinische
Stätten
in Serbien


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Folgende römische und frühbyzantinische Stätten werden hier auf einer eigenen Seite vorgestellt:
Diana (Karatas) Römisches und frühbyzantinisches Castrum aus dem 1. bis 6. Jahrhundert n. Chr.
  Romuliana (Gamzigrad) Palast des Römischen Imperators Galerius (305-311)   mit Fotogalerie,
  Timacum Minus (Ravna) Römisches und frühbyzantinisches Castrum und Siedlung aus dem 1. bis 6. Jahrhundert n. Chr.   mit Fotogalerie,
  Viminacium (Kostolac) Militärlager und Hauptstadt der Provinz Moesia Superior, 1. bis 6. Jahrhundert n. Chr.   mit Fotogalerie  
Allgemeine Charakteristika der Zeit
Nach der Niederlage der Dardanischen Bevölkerung (75-73 v. Chr.), war der Weg für das Imperium Romanum frei, sich in die Donaugebiete auszudehnen. Aus dem Land der Dardaner, Triballen und Moesen wurde zur Zeit Tiberius´(Ende des 1 Jh. v. Chr.) die Provinz Moesia gegründet. Sie erstreckte sich vom Fluß Drina im Westen, von Save und Donau im Norden bis zum Schwarzen Meer. Unter Domitian (zweite Hälfte des 1. Jh. n. Chr.) wurde die Provinz in Moesia Inferior und Moesia Superior geteilt. Die letztere umfaßte annähernd das Gebiet des heutigen Serbien.
Über sechs Jahrhunderte hinweg blieb Moesien ein Bestandteil des Römischen Reiches. In der Zeit sind viele Bauwerke entstanden, von denen heute noch manches zu sehen ist.
Im Rahmen der Vorbereitungen der Kriege gegen Dakien ließen Domitian und Trajan an der Donau ein Verteidigungssystem aus Festungen und Militärlagern (limes) bauen. Nach dem relativ kurzen Aufenthalt in Dakien (106-271/72) zog sich das römische Heer zurück und befestigte die Grenze des Reiches erneut an der Donau, wo in den nächsten Jahrhunderten erbitterte Kämpfe gegen einfallende Alanen, Goten und Sarmaten geführt wurden.
Nach den Zerstörungen auf der Balkanhalbinsel durch Hunnen und Goten im 5. Jh. unternahm Iustinian I (528-565) einen letzten Versuch der Erneuerung der Provinz Moesien, indem er eine Vielzahl der Städte und Festungen neu instand setzen oder ganz neu errichten ließ. Aber sein Erneuerungsversuch währte nicht lange. Schon Anfang des 7. Jh. überschwemmten Awaren und Slaven die einstige Provinz Moesien und setzten so der antiken Epoche auf dem Balkan ein Ende.
Gerade in diesen letzten Jahrhunderten der Antike (4-6 Jh.) sind auf dem Boden des heutigen Serbien die repräsentativsten Bauwerke entstanden (Sirmium, Sarkamen, Romuliana, Mediana, Iustiniana Prima, Iustiniana Secunda), deren Erbauer auch aus diesen Gegenden stammen (u.a. Galerius, Maximinus Daia, Konstantin I, Iustinian I)
Diese großen Anlagen sind z.T. freigelegt und können vor Ort besichtigt werden. Dagegen sind Reste des limes an der Donau, mit wenigen Ausnahmen, heute nicht mehr zu sehen: Die meisten von den Archäologen freigelegten Lokalitäten wurden beim Bau der Staudämme in den siebziger Jahren vom Wasser überflutet.
 
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