Kulturelle Informationen

Ausgrabungsstätten
aus der Kupferzeit in Serbien


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Allgemeine Charakteristika der Zeit
Nach dem Zerfall der Vinca-Kultur (ca. 3200 v. Chr.) kam es zur Stagnation der einheimischen kulturellen Entwicklung auf dem Gebiet des heutigen Serbien. Dominierend waren die Kulturen der Einwanderer aus dem Osten, sowie die Einflüsse aus dem ägäischen Raum. Bis zum Anfang der Bronzezeit ca. 2000 v. Chr. vollzogen sich diese Einwanderungen in mehreren Etappen und führten zur Entstehung unterschiedlicher Kulturgruppen in verschiedenen Landesteilen.
Die ältesten Spuren der Einwanderer aus den südrussischen Steppen, die schon um 3000 v. Chr. in Serbien erschienen, finden sich im Banat und in der Sumadija, wo ihre große Tumuli-Gräber gefunden wurden (Vatin, Uljma). Es waren Nomaden, für die insbesondere Waffen und Pferdezucht wichtig waren. Anhand der Grabbeigaben wissen wir, daß sie Gold- und Silberschmuck hoch geschätzt haben; ihre Keramik umfaßte dagegen nur wenige Formen und war kaum verziert.
Schon Anfang des dritten Millenniums kamen aus den Karpathen in den Banat (Vrsac), in die Gebiete um Theiß und Donau, die Träger der Cerna Voda III-Kultur. Deren Einfluß breitete sich aber auch südlich der Donau im Morava-Gebiet und bis ins Kosovo (Bubanj, Gladnice) aus. Dort hat sich die Bubanj-Hum II-Kultur entwickelt, in der neben den Elementen aus der Cerna Voda III auch ägäische Einflüsse nachgewiesen wurden.
Aus der Gegend um den Balaton-See brachten Einwanderer die Baden-Kultur nach Serbien, zuerst in die Backa (Karavukovo) und von dort in den Srem und den Banat. Auch in der Sumadija und Ostserbien sind Einflüsse dieser Kultur bis ca. Mitte des dritten Milleniums sehr stark gewesen. Die wichtigste Neuerung, die sie mit sich brachten, war die Benutzung von Zugtieren und Pflug. Ihre Keramik war von großer Formenvielfalt und reich verziert.
Um die Mitte des dritten Millenniums entstand in Ostserbien, insbesondere an der Donau, die Kostolac-Kultur, die die alteingesessene Bevölkerung zusammen mit den Einwanderern aus dem Osten, den Trägern der Kocofeni-Kultur, geschaffen haben. Sie hatte ihr Fortbestehen bis zur Ankunft der nächsten großen Welle der Einwanderer aus der Steppe ca. 2300 v. Chr. Dieses Mal breiteten sie sich rasch bis zur montenegrinischen Küste und bis zu den Alpen hin aus. So schufen sie die Voraussetzungen, unter denen sich auf einem großem Gebiet eine neue Kultur entwickeln konnte - die Vucedol-Kultur. Unter ihrem Einfluß standen auch die Bevölkerungsgruppen in Serbien, bis in der Bronzezeit wieder Kulturen der alteingesessenen Bevölkerung in den Vordergrund treten konnten. Diese Entwicklung wird in Serbien für die Zeit um ca. 2000 angenommen.
 
Für einen Überblick über die Entwicklung und die
aktuellen Neuigkeiten auf unseren Kulturseiten
sehen Sie bitte unter Aktuelles nach.
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