Kulturelle Informationen

Serbische Klöster
und Kirchen
aus der Zeit
von 1371 bis 1459


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Folgende Klöster und Kirchen aus dieser Zeit werden hier auf einer eigenen Seite vorgestellt:
  Manasija (Resava) Kloster aus dem 15. Jahrhundert
Ravanica Kloster aus dem 14. Jahrhundert
Allgemeine Charakteristika der Zeit
Nach dem Tod von Kaiser Dusan (1355) fand sich keine ähnlich starke Persönlichkeit, die sein Werk fortsetzen konnte. Das große Reich zerfiel in kleine Staaten, in denen die lokalen Dynasten in gegenseitigen Kämpfen um die Ländereien die Macht an sich rissen. Die Bedeutungslosigkeit dieser neuen Staatsgebilden wurde nach der ersten vernichtenden Niederlage gegen Türken (am Fluß Marica 1371, Bulgarien) noch deutlicher.
Unter diesen Umständen hatte Fürst Lazar Hrebeljanovic (1371-1389) die damaligen Kerngebiete Serbiens für sich sichern können: den Bereich der Morava-Konfluenz mit Kosovo, mit dem Regierungssitz in Krusevac.
Zur weiteren Zerstückelung des Landes kam es nach der zweiten großen Schlacht mit den Türken (am Amselfeld 1389). Von dem Zeitpunkt an Beziehungen zwischen Serben und Türken wechselhaft. Wegen ständiger Verdächtigungen, die Serben würden mit den Ungarn an einer christlichen Allianz gegen die Türken arbeiten, entschloss sich schließlich der Sultan Mehmed II zum entscheidenden Schlag gegen Serbien: 1459 fiel das letzte serbische Despotat mit der Haupstadt Smederevo. Für die kommenden Jahrhunderte bedeutete dies die türkische Oberherrschaft auf dem Balkan.
In der kurzen Zeit, in der Fürst Lazar (1371-1389) und insbesondere sein Sohn Stefan Lazarevic (1389-1427) durch geschickte Verhandlungen mit allen Seiten schafften haben, einen relativen Frieden und wirtschaftliche Stabilität zu sichern, konnte sich die serbische Kirchenkunst zu ihrem letzten Höhepunkt entwickeln. Dabei wurde ein neuer Stil geschaffen, der sogennante Morava-Stil (oder die Morava-Schule) - so nach dem Kernteil der serbischen Gebiete um den Fluß Morava benannt.
In der Architektur werden alte byzantinische und serbische Erfahrungen mit neuen Elementen verbunden. Die Bauform wird vom alten Dreikonchen-Kirchentypus beherrscht. In der äußeren Gestaltung werden abwechselnd behauener Stein und Backstein eingesetzt, und die Fasaden werden reich mit Rosetten, Kolonetten, Arkaden und Archivolten verziert. Pastelltönen und Licht-Schatten-Spiele sind charakteristisch für Modellierung der Fresken.
Exemplarisch für diese Zeit sind neben vielen anderen die Klöster Ravanica, Lazarica, Manasija, Ljubostinja, Kalenic, Naupara.
 
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