Kulturelle Informationen
 

Pridvorica

Kirche aus dem 13. Jahrhundert

Verweise zur Literatur über dieses Thema finden Sie am Ende dieser Seite.

Pridvorica und ihre Geschichte

Die Kirche befindet sich wenige Kilometer westlich vom Kloster Studenica. Sie ist vielleicht ebenfalls Teil eines Klosterkomplexes gewesen. Da bislang nur Sondierungsgrabungen durchgeführt wurden, erwarten Fachleute ahand künftiger archäologischer Untersuchungen Antwort auch auf diese Frage geben zu können.
Es gibt keine schriftlichen Dokumente aus dem Mittelalter über diese Kirche, sodaß man auf indirekte Informationen aus Quellen über benachbarte Klöster und Kirchen angewiesen ist. Die wichtigste Informationsquelle ist jedoch der Bau selbst mit seiner Architektur und seinen Inschriften.
So erfahren wir aus der im Narthex angebrachten Tafel, daß die erste Erneuerung der Kirche im 16. Jh. stattfand. Sie folgte auf die Zerstörungen, die im 15. Jh. viele Kirchen in dieser Gegend beim Eindringen der Türken erlitten haben. Eine zweite Tafel zeugt von den Renovierungsarbeiten im Jahr 1850. Dabei wurde die Kirche erheblich umgebaut. Auch bei der neuesten Restaurierung konnte ihr das ursprüngliche Aussehen nicht zurückgegeben werden, da die angebauten Teile nicht zu entfernen waren.
Aufgrund der stilistischen Merkmale wird der Bau der Kirche in der Zeit zwischen 1230 und 1240 vermutet.

Architektur

 
Pridvorica ist ein typischer Kirchenbau des Raska­Stils im 13. Jh. Es ist eine einschiffige Kirche mit Kuppel, der dreiteiligen Apsis und einem geräumigen Narthex. Der Naos ist in zwei ungleich große Querschiffe geteilt, wobei das Querschiff im Osten, über dem die Kuppel liegt, noch zwei Nebenräume im Norden und Süden hat. Das Querschiff im Westen hatte einst zwei Kapellen, von denen noch Fundamente zu sehen sind.
Die beiden Erneuerungen der Kirche aus dem 16. und 19. Jh. sind gut zu erkennen. Besonders gut kann man die Elemente identifizieren, die im 19. Jh. verändert oder angebaut wurden. Viele Fragen zum ursprünglichen Aussehen bleiben aber noch offen, von denen mache in Ermangelung von Dokumenten wohl unbeantwortet bleiben werden.
 
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