Kulturelle Informationen

Serbische Klöster
und Kirchen
aus der Zeit
von 1162 bis 1371


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Folgende Klöster und Kirchen aus dieser Zeit werden hier auf einer eigenen Seite vorgestellt:
  Crna Rijeka Kloster aus dem 13. Jahrhundert
Gradac Kloster aus dem 13. Jahrhundert
  Pridvorica Kirche aus dem 13. Jahrhundert
  Sopocani Kloster aus dem 13. Jahrhundert
  Studenica Kloster aus dem 12. Jahrhundert   mit Fotogalerie  
Allgemeine Charakteristika der Zeit
Mit dem Machtantritt von Stefan Nemanja (1162) bagannen sich die Umstände in Serbien so zu entwickeln, daß eine rege Bau- und künstlerische Tätigkeit möglich wurden. Von Nemanja bis zum Tode des Kaisers Dusan (1355) hat der serbische Staat stets seine Grenzen erweitert und im Lande herrschten politische Stabilität und wirtschaftlicher Aufschwung.
Somit fing das "Goldene Zeitalter" für den Kirchenbau und die künstlerische Gestaltung der Bauten an. Nemanja selbst stiftete eine große Anzahl von Prachtbauten, darunter auch das Kloster Studenica, das als sein Mausoleum dienen sollte (1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt). Diesem Beispiel folgten auch seine Nachfolger auf dem serbischen Thron, sowie Mitglieder der Aristokratie und geistliche Würdenträger.
In dieser frühesten Periode entwickelte sich in künstlerischer Hinsicht der Stil der sogenannten Raska-Schule (so benannt nach dem Gebiet um die Stadt Ras - dem Kernpunkt des Staates Nemanjas, der ersten serbischen Hauptstadt). In dieser Stilrichtung kommen z.T. Elemente der byzantinischen Kunst und z.T. Einflüsse der romanischen Kunst zum Tragen: die ersteren zeigen sich bei der inneren Raumverteilung, die letzteren beim Fassadendekor.
In diesem Stil sind Studenica, Zica, Mileseva, und Sopocani gebaut, um nur die bedeutendsten zu nennen. In der Wandmalerei herrschte zunächst der von der strengen graphischen Zeichnung geprägte Komnenen-Stil, der aber allmählich von einer mehr dekorativen, plastischen Darstellungsweise abgelöst wurde.
Als König Milutin (1282-1321) die Grenzen seines Staates auf griechische Gebiete ausdehnte, kamen von dort neue Impulse für die serbische Kirchenkunst. Architektonisch setzte sich ein neuer Bautyp durch, nämlich die Kreuzkuppelkirche mit einer bzw. fünf Kuppeln. Für die Fassadenbearbeitung typisch ist der alternierende Gebrauch von Natur- und Backstein und die Verzierung mit Nischen, Archivolten und Lünetten. In der Wandmalerei herrschte ein Stil, der nach seinen kaiserlichen Förderern in Byzanz die Paläologen-Renaissance genannt wird.
König Milutin ist in die Geschichte eingegangen als der Herrscher, der die größte Anzahl von Kirchen errichten bzw. erneuern ließ (über 40). Darunter ist vor allen anderen das Kloster Gracanica zu nennen, welches als Höhepunkt des neuen Stils gilt.
Unter Kaiser Dusan (1331-1355) breitete sich Serbien auf weitere griechische Gebiete aus (Südmakedonien, Epiros, Thessalien) und der Einfluß der griechischen Kultur verstärkte sich noch. In dieser Periode war jedoch keine spezielle Stilrichtung vorherrschend; viele regionale Einflüsse kamen zum Tragen. Der Höhepunkt im Kirchenbau dieser Zeit wurde im Kloster Decani erreicht, einer Stiftung des Kaisers Dusan und seines Vaters Stefan Decanski.
 
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