Kulturelle Informationen
 

Kladovo

Festung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert

Verweise zur Literatur über dieses Thema finden Sie am Ende dieser Seite.

Kladovo und seine Geschichte

Nach der Eroberung Belgrads 1521 haben die Türken eine Reihe von Fortifikationsbauten zur Verteidigung ihrer neuen Grenzen auf dem Balkan errichtet. Als eine wichtige strategische Festung für weitere Eroberungszüge gegen Ungarn, Walachei und Moldau wurde ca. 1586 die Befestigungsanlage von Kladovo erbaut. Das Baumaterial stammt von der einstigen Trajans-Brücke, die die beiden Donau-Ufer verband. Mit einer Drahtseilfähre zur Güterbeförderung über die Donau ausgestattet, wurde Kladovo zugleich zum bedeutenden Wirtschaftszentrum. Davon zeugen auch reiche Funde von Glasflaschen sehr unterschiedlicher Formen.

Architektur

 
Die Befestigungsanlage in Kladovo besteht aus zwei Einheiten: Aus der sogenannten Kleinen und der Großen Fortifikation. Die Kleine Fortifikation ist ein Militärlager mit Abmessungen von ca. 100 x 60 m, welches wiederum in zwei Bereiche unterteilt war.
Der Eingang in den oberen, etwas kleineren Teil befindet sich an der Ostseite der Anlage. Dieser Teil beherbergt auch einen zum Teil in die Erde eingelassenen Bau, von dem vermutet wird, daß er als Munitionslager diente. Die Verteidigungsmauer ist ca. 2 m stark. An der West- und Südseite der Mauer befinden sich abgerundete Türme, die jeweils zwei Etagen haben.
Der großere Teil der kleinen Fortifikation, der sich an den kleineren anschließt, erstreckt sich länglich zur Donau hin. Auch seine Mauern sind ca. 2 m stark und die Nordmauer endet in zwei eckigen Türmen, die ebenfalls zwei Etagen haben und mit Öffnungen für Kanonen ausgestattet sind.
Die gesamte kleine Fortifikation ist wiederum von einer ca. 2 m dicken Verteidigungsmauer umschlossen
Die Große Fortifikation wurde im Laufe des 18. und 19. Jh. erbaut. Diese Datierung geht aus den österreichischen Plänen hervor, die aus der Zeit stammen, als die Festung unter ihrer Kontrolle stand (1717-1739). Ebenso wichtig sind die Inschriften über den drei Eingangstoren, die von Umbau- und Nachbesserungsarbeiten zeugen.
Die Große Fortifikation hat einen unregemäßigen Grundriß und Abmessungen von ca. 470 m x 250 m. Ihre 6 Bastionen sind in ungleichmäßigen Abständen über die Verteidigungsmauer verteilt und haben eine Höhe vom 5 m. Um die gesamte Fortifikation herum, außer an der Donauseite, verläuft ein 25 m breiter Graben. Im Inneren befinden sich drei erhaltene Gebäude, deren Zweck noch nicht näher bestimmt wurde.
Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten, die 1975 eingeleitet wurden, sind bislang nur zum Teil abgeschlossen worden.
 
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