Kulturelle Informationen

Bronzezeitliche
Ausgrabungsstätten
in Serbien


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Allgemeine Charakteristika der Zeit
In der Bronzezeit blieb die Bevölkerung des heutigen Serbien weitgehend von neuen zerstörerischen Einfällen von außen verschont, sodaß sie nach den Turbulenzen der Kupferzeit wieder eine eigenständige Kultur entwickeln konnte. Dabei handelt es sich um die Moric-Kultur, die im nördlichen Banat entstand. Sie knüpfte an die ältere Tradition aus dem Neolithikum an, in der die Baden-, Kostolac- und Vucedol-Kulturen der vergangenen Periode keine Spuren hinterlassen haben.
Fast gleichzeitig entstand in Backa und Srem die Vinkovci-Kultur, in Westserbien die Bela Crkva-Belotic-Kultur und im Morava-Gebiet und im Kosovo die Bubanj-Hum III-Kultur.
Für die beiden erstgenannten war charakteristisch, daß sie Elemente aus der Vucedol-Kultur bewahrt haben und zugleich in größerem oder kleinerem Maße für neue Einflüsse aus den mitteleuropäischen und ägäischen Kulturzentren offen waren. Die letztgenannte war, wie die Moric-Kultur, der Tradition aus dem Neolithikum verbunden.
Erst in der mittleren Bronzezeit jedoch konnte die Urbevölkerung erstmals nach dem Zerfall der steinzeitlichen Kulturen wieder eine einheitliche, gemeinsame Hochkultur schaffen - die Vattin-Kultur. Sie ist charakterisiert durch hervorragende künstlerische Bearbeitung von Bronze- und Goldschmuck sowie von Keramik und Gebrauchsgegenständen aus Stein und Metall. Sie erstreckte sich auf Teile von Backa, Srem, Banat, Sumadija und das Morava-Gebiet. Ihren einheitlichen Charakter hat sie bis zum Ende des 15. Jh. beibehalten, als sich unter dem Einfluß neuer Ankömmlinge lokale Varianten der Vattin-Kultur herausbildeten. Sie verschwand wieder als Ende des 13. Jh./ Anfang des 12. Jh. Gruppen aus dem Alpen- und Karpaten-Raum in diese Gegend eindrangen, was durch Metallgegenstände aus deren Werkstätten gut dokumentiert ist.
In der ruhigen Zeit, die diesen Einfällen folgte, konnten sich die Gemeinschaften des heutigen Serbien kulturell wieder vereinen, was ähnliche Siedlungen und Bestattungsbräuche von Backa bis Kosovo zeigen. Diese Einheit blieb auch im Angesicht der späteren Einfälle (um 1000 und um 750 v. Chr.) von Trägern anderer Kulturen bewahrt. In dieser Zeit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die zum Entstehen eines neuen Zeitalters mit neuen Kulturen führten - der Eisenzeit. Die Vorboten dieser Entwicklungen waren die Bosut-Kultur nördlich und südlich der Donau und die Donja Brnjica-Kultur im Kosovo, die im 9./8. Jh. entstanden und sich in der Eisenzeit ungehindert weiter entwickeln konnten
Generell kann man sagen, daß die Mittel- und Spätbronzeperioden wesentlich besser dokumentiert (bzw. bislang erforscht) sind, als die Frühbronzezeit. Dabei handelt es sich häufig um einzeln stehende Horte oder Gräber; Nekropolen und Siedlungen sind weit seltener und sind vor allem im Donaugebiet und im Kosovo und Metohija anzutreffen.
 
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